Pressemitteilung

08.12.2015

Exakte Chargenrückverfolgung für die Lebensmittelindustrie

ACD entwickelt für Coppenrath & Wiese mobiles Datenterminal


Seit nunmehr 40 Jahren besteht die Conditorei Coppenrath & Wiese. Als in den 1970er Jahren die verbesserte Tiefkühltechnik den Vertrieb von gefrorenen Backwaren über den Lebensmittelhandel erlaubte, entschieden sich die Vettern Aloys Coppenrath und Josef Wiese, Torten und Kuchen über diesen Handelsweg anzubieten. Heute verarbeitet das Unternehmen täglich unter anderem 80.000 Liter Sahne, 80 Tonnen Äpfel und 900.000 Eier. Jeden Tag verlassen beispielsweise 260.000 Sahnetorten, 360.000 Blechkuchen sowie 2,7 Millionen Brötchen und zwei Millionen Windbeutel den Produktionsstandort in Mettingen. Mehr als 389 Millionen Euro setzt der Lebensmittelhandel mit Tiefkühl-Backwaren in Deutschland jährlich um – Coppenrath & Wiese hat daran einen Marktanteil von rund 55 Prozent.

Bereits seit Jahren nimmt der Tiefkühl-Produzent innerhalb der Branche eine Vorreiterrolle ein. So wurden die technischen Anlagen in der Fertigung zum großen Teil selbst entworfen und den eigenen Vorstellungen und Erfordernissen entsprechend entwickelt, konstruiert und installiert. Diesen Weg ging man in Osnabrück nun auch konsequent im Bereich der Datenerfassung zur Chargenrückverfolgung. Obwohl von Seiten des Gesetzgebers dieser Ablauf auch per Stift und Papier möglich wäre, und die eingesetzten Rohstoffe gar geschätzt werden dürfen, setzt man bei Coppenrath & Wiese auf eine IT-gestützte Datensicherung mit dem mobilen Terminal M266 der ACD Elektronik GmbH.

Aufwändige Qualitätsmanagementsysteme einfach gestalten


Schon seit vielen Jahren sind in Mettingen mobile Geräte zur Erfassung von Rohwaren und deren Chargen im Einsatz. Als diese erste Gerätegeneration jedoch zunehmend ins Alter kamen und kein Ersatz verfügbar war, begann die weltweite Suche nach einer passenden Lösung. „Die von uns an uns selbst gestellten Qualitätsanforderungen gehen weit über das geforderte Maß hinaus“, erklärt Peter Kosel, Leiter des Einkaufs im Bereich Non Production Items bei Coppenrath & Wiese. „Während es nicht unüblich ist, dass der Wareneinsatz hochgerechnet wird, erfassen wir diesen in unserer Produktion exakt und reporten sämtliche Prozesse sehr genau“, so Kosel weiter. 2014 – nach dreijähriger Suche – stieß man dann auf die ACD Elektronik GmbH aus dem süddeutschen Achstetten.

Der Hersteller von mobilen Datenerfassungsgeräten verfügt über große Erfahrung in der Entwicklung, so dass individuelle Kundenlösungen immer häufiger angefragt und umgesetzt werden. Die Anforderungen waren klar: Das Gerät sollte über eine glatte Oberfläche verfügen, die leicht zu reinigen ist. Zudem musste es unempfindlich gegenüber Reinigungs- und Desinfektionsmittel aus dem Lebensmittelumfeld sein sowie resistent gegen Milch- und Sahnebakterien. Außerdem wurde eine auffällige Farbe gewünscht, die von Detektoren in der Produktion problemlos erkannt wird.

Direkte Integration in das Warenwirtschaftssystem OPUS//WMS


Die ACD-Ingenieure entwickelten in einem Jahr das mobile Terminal M266, das aktuell als einziges seiner Art den speziellen Hygieneanforderungen gerecht wird. Bis zu zehn Mitarbeiter aus den Bereichen Hard- und Softwareentwicklung, CAD, Design und Konstruktion waren an dem Projekt beteiligt. Als strategischer Partner war zudem OPUS//G aus dem niedersächsischen Jork bei allen Schritten der Entwicklung integriert. Das Unternehmen bietet Softwarelösungen zur Planung und Überwachung sämtlicher Logistikprozesse – vom Warehouse-Management über Manufacturing-Execution-Systeme bis hin zu Staplerleitsystemen und Tourenplanung. Coppenrath & Wiese vertraut bereits seit 15 Jahren auf die perfekten Softwarelösungen von OPUS//G. Durch die enge Zusammenarbeit war gewährleistet, dass die Schnittstelle vom mobilen Terminal M266 zum Warenwirtschaftssystem von Beginn an reibungslos funktioniert.

Einfach strukturiert und überall einsetzbar


Karl Hagel, zuständig für die IT-Systemadministration bei Coppenrath & Wiese, trug sämtliche Anforderungen aus den unterschiedlichen Arbeitskreisen zusammen. Die Mühe hat sich gelohnt: „Die Kollegen sind begeistert und haben das M266 gut angenommen. Das Gerät ist begehrt, jeder Mitarbeiter hätte mittlerweile gerne sein eigenes Terminal.“ Derzeit wird das M266 zum Test größeren Belastungen ausgesetzt sowie für weitere Einsatzgebiete erschlossen. So sollen die mobilen Datenerfassungsgeräte künftig auch zu Wartungszwecken an den Produktionsmaschinen zum Einsatz kommen. Die technischen Voraussetzungen dafür sind ideal.

Im Inneren des M266 kommt das Betriebssystem Windows Embedded CE zum Einsatz, ein leistungsstarker Marvell XScale Prozessor (PXA 166) mit 800 Megahertz und 256 MB RAM sorgt für die nötige Performance. Wie alle mobilen Datenerfassungsgeräte der ACD Elektronik ist das M266 durch die einfache Struktur sehr übersichtlich gestaltet: Sechs frei belegbare Funktionstasten sowie der große, resistive Touchscreen mit LED Backlight lassen besonders viel Spielraum für die unterschiedlichsten Einsatzgebiete. „Mit dem M266 hat ACD hier definitiv eine Marktlücke gefüllt“, ist sich Peter Kosel sicher. Mit dem Einstieg in eine neue Branche erschließt ACD einen Markt mit Zukunft. Denn um die Lebensmittelsicherheit konstant zu gewährleisten, setzen deutsche Unternehmen auf immer aufwändigere Qualitätsmanagementsysteme, wie beispielsweise die Rückverfolgbarkeit durch alle Phasen der Produktion mithilfe der Chargennummern. In Achstetten ist man sich sicher, dass die Nachfrage nach mobilen Geräten, die diese Schritte vereinfachen, daher kontinuierlich steigen wird.

Mobiles Terminal M266 zur exakten Chargenrückverfolgung
Mobiles Terminal M266 zur exakten Chargenrückverfolgung